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"Ach, Luise, ich will hoffen,
du lässt heut Nacht dein Fenster offen.
Ich möcht an deinem Busen ruhn!"
"Nein.
Ich will Männer, die was tun!"
(Heiner Brand)

Alkohol, du edler Geist, wie oft du mich zu Boden reißt,
reißt du mich auch zehnmal nieder, ich steh auf und saufe wieder.

Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel:
Es löst Familien, Ehen, Freundschaften,
Arbeitsverhältnisse, Bankkonten,
Leber und Gehirn auf...
Es löst nur keine Probleme.

Alles Erleben
wird dem nur geschenkt,
der, selig im Geben,
sich selber verschenkt.

"Alles, was man wirklich will,
kann einem auch gelingen",
sagte sich das Krokodil
und versuchte sich im Singen.

Am auffälligsten unterscheiden sich die Leute dadurch,
dass die Törichten immer wieder dieselben Dummheiten machen,
die Gescheiten immer wieder andere.
(Karl Heinrich Waggerl)

Auf dieser letzten Seite
will steh´n ich ganz allein.
Will zuletzt ins Album schreiben,
will zuletzt vergessen sein.

Aus Macht
mach ich mir nichts
macht Macht
am Ende
machtlos.
(Margit Farwig)

Bei denen, die nicht lieben,
vertreibt Musik allen Hass.
Dem Ruhelosen gibt sie
Frieden, und den Weinenden tröstet sie.
Die, die nicht mehr weiter
wissen, finden neue Wege,
und denen, die alles ablehnen,
erwächst neue Sicherheit und Hoffnung.
(Pablo Casals)

Bemüh dich nur
sei hübsch und froh,
denn der Ärger kommt sowieso!

Beneide niemanden, denn du weißt nicht,
ob der Beneidete im Stillen nicht etwas verbirgt,
was du bei einem Tausch nicht übernehmen möchtest
(August Strindberg)

Bewahre dir die Natürlichkeit!
Scheue dich nicht, zu sagen, was du denkst!
Du wirst oft deswegen anecken,
aber:
"Manche haben Charakter, weil sie einsam sind,
und sind einsam, weil sie Charakter haben".

Bibliophile
Bücherwurm und Leseratte
haben sich zum Fressen gern;
kämpfen sich durch jedes Blatt,
wie ein kleiner Nimmersatt.
Bekommen einfach nie genuch,
fressen jedes schöne Buch!
(Elvira Christina Westphal, 2/2008)

Bikertraum
Die Kaffeetasse ist leer, das Brötchen gegessen.
Die Motorradklamotten an und auf wird gesessen.
Ein Druck auf den Startknopf und an springt sie.
Die Lampen geprüft und ab durch die Prärie.
Vorbei an herrlich grünen Bäumen. Die Strasse ist kurvig und frei.
Die Leitpfosten, die die Strasse säumen, fliegen schnell vorbei.
Zur Mittagszeit ein Halt zur Pflege des Magens, der Maschine einen vollen Tank.
Das muss nun reichen bis zum Abend, obwohl der Weg ist noch lang.
Weiter geht's über enge Strassen, vorbei an Weizenfeldern, die scheinen aus Gold.
Kein Grund hier entlang zu rasen. Gemächlich ist es doch gewollt.
Der Abend bricht an, die Sterne funkeln. Die Tour hat sich gelohnt.
Auf den Hof gerollt im Dunkeln, wo der Biker und sein Motorrad wohnt.
(E.-P.Janßen)

Bilder sind Schatten -
erst wenn sich Erinnerungen daran knüpfen, erhalten sie Leben.

Bleibst du dick
und bleibst du rund, dann beißt dich auch kein Hund.

Bist du zornig,
so zähle bis zehn, ehe du sprichst.
Bist du aber sehr zornig,
so zähle bis hundert!

Charme ist jene hinreißende Gabe,
die andere vergessen lässt, dass man auch Fehler hat.

Dank mit dem Mund
hat wenig Grund.
Im Herzen Dank
ist guter Klang.
Dank in der Tat,
das ist mein Rat.

Das Beste liegt nie hinter uns, sondern immer vor uns.
Das Erdentreiben, wie's auch sei .
ist immer doch nur Plackerei.
Das Feuer, das den Leib erwärmt,
kann auch den Leib verbrennen.

Das Bett ist das Himmelreich auf Erden.
(Frida Reisenweber)

Das erste Enkelkind
Wir hatten dich noch nicht gekannt,
schon wurdest du Christoph-Benedict genannt.
Kammst am Siebten mit Geschrei,
beim Wiegen stand dein Pa dabei.
52 cm, fast 7 Pfund
und auch sonst ganz kerngesund.
Öhrchen drann, Näschen fein,
Händchen und Füßchen zierlich klein.
Wir staunten und sahen von fern und nah,
der Kleine hat ja richtig Haar!
Gingst von Arm zu Arm: "Wie niedlich",
ließt dich nicht stören, schliefst ganz friedlich.
Die Äuglein geschlossen fest zu,
ach lasst mich doch in Ruh'.
Wie sich's gehört als künft'ger Mann,
trinken konntest du von Anfang an.
Und wie schnell, mein kleiner Engel,
wird aus dir ein richtiger Bengel.
(Elvira Christina Westphal, 7.12.1989)

Das Gestern ist Geschichte
Das Morgen nur Gerüchte
Doch das Heute ist die Gegenwart
und diese zu erleben ist ein Geschenk.

Das größte Gegenmittel gegen den Zorn ist der Aufschub.

Das kleinste Haar wirft einen Schatten.
(Goethe)

Das Paradies der Erinnerung, ist das einzige Paradies,
aus dem man nicht vertrieben werden kann.

Das Schöne ist keine Eigenschaft der Dinge selbst;
es existiert nur im Bewusstsein des Betrachters.
(David Hume, Schotte, 1711-1776)

Das Schönste auf der Erde
sind die Berge
und die Pferde.

Deine Musik kann die Welt trüb oder hell machen.
Wie du sie spielst und musizierst, wird sie weinen oder lachen.

Dem anderen helfen, wo man kann,
Da fängt die eigene Freude an.

Den Feigling müssen wir bedauern,
der einzig nur sein Leben schätzt,
der es nicht froh mit Wonneschaudern
an eine große Sache setzt.

Denkst du, du wärst ein Engel
bist du bloß ein Bengel.
Denkst du, du wärst ein Elefant,
bist du schon bekannt.

Der Anfang aller Tage,
Ritual im Bade.
Duschen, Baden, Zähneputzen,
oder auch die Bärte stutzen.
Schnell noch die Haare fönen,
sich rot die Lippen tönen.
oder auch die Bärte stutzen.
Schnell noch die Haare fönen,
Und dann fein in Schale stecken,
das Brötchen will so gar nicht schmecken.
Schnell ein Blick auf die Zeit,
der Wagen steht schon start bereit.
Im Büro großes Hallo,
Karrieremenschen leben so!
(Elvira Christina Westphal)

Der beste Schutz vor Viren und Wurm,
er schützt deinen Compi vor Kummer und Sturm,
nach welchem Schutz man sich immer sehne ...
der beste sitzt zwischen Bildschirm und Lehne.
(Werner Mittelholzer)

Der Fisch ist stumm,
der Esel ist dumm,
das Reh ist scheu,
und ich bin dir treu.

Der Fiskus ist wie ein Vater, der seine Kinder auffrisst,
damit sie ihren Vater lange behalten.
(Valtour)

Der Himmel wird erst schön durch ein paar Wolken.
(Peter Maffay)

Der letzte Vers in deinem Buch
soll dich an mich erinnern,
ich hoffe,das du es oft liest
und mich hier hinten findest.
Sind deine Augen einmal schwach,
dann denke stets daran,
dreh ich das Buch ganz einfach um,
und fang ganz hinten an.

Der Reichtum eines Menschen
bemisst sich an der Zahl
der Dinge, auf die er verzichten kann.
(Henry David Thoreau)

Der Weg
Wo dieser Weg hinführt, ich weiß es nicht.
ob er bequem sein wird oder nicht, ich weiß es nicht.
Ob ich mein Ziel erreichen werd, ich weiß es nicht.
Aber dass ich diesen Weg eingeschlagen habe,
das weiß ich!
Deutschland
Deutschland ist ein schönes Land,
Land und Leute weltbekannt.
Das Land der Dichter, Denker, Komponisten
und der vielen Protagonisten.
Nie vergessen Albrecht Dürer,
aber auch der große Führer.
Erben war nicht leicht,
viele wurden trotzdem reich.
Die Dummen waren die Armen;
Schicksal hatte kein Erbarmen.
Deutschland wurde gesteinigt,
mit viel Fleiß ist’s bereinigt.
Nun stehn wir wieder oben
und lassen uns viel zu oft loben.
Doch die Erinnerung bleibt wach,
an Deutschlands Schuld der Völkerschmach.
(© Elvira Christina Westphal, 2005)

Die Amsel
Die Amsel sitzt am Zweige
und singt ein fröhlich' Lied.
Es klingt wie eine Geige,
Oh, dass sie Gott behüt'.
Da kommt ein Spatz geflogen
und setzt sich zu ihr hin:
"Ein Kranz sei dir gewoben,
du schöne Sängerin."
Ich kleiner Spatz, ich zirbe,
denn singen kann ich nicht.
Und das macht mich so mürbe,
mich armen, kleinen Wicht.
(Karl Zollfrank)

Die Ehe ist wie eine belagerte Festung:
Wer draussen ist, will herein, wer drinnen ist, will heraus.

Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann,
was einem andren nicht schadet.

Die Revolution ist wie der Saturn -
Sie frisst ihre eigenen Kinder.
(Georg Büchner)

Die Sonn erregt das All,
macht alle Sterne tanzen:
Wirst du nicht auch bewegt,
gehört du nicht zum Ganzen.

Die Stimme findet ihren Klang
in einem Chor erst beim Gesang.
(Karl Zollfrank)

Die Zeit ist ein Geschenk, das man stets bei sich trägt.

Die Zukunft hat als einzige die Macht,
aus der Gegenwart die Vergangenheit zu machen.

Dies für den und das für jenen.
Viele Tische sind gedeckt.
Keine Zunge soll verhöhnen,
Was der andern Zunge schmeckt.
Lasse jedem seine Freuden,
Gönn ihm, dass er sich erquickt,
Wenn er sittsam und bescheiden
Auf den eignen Teller blickt.
Wenn jedoch bei deinem Tisch er
Unverschämt dich neckt und stört,
Dann so gib ihm einen Wischer,
Dass er merkt, was sich gehört.

Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
ewig still steht die Vergangenheit.
(Friedrich Schiller)

Du bist so schön wie eine Blume,
so stachelig und rau,
dass ich den Kaktus meine,
weißt du ganz genau.
Aber sei nicht traurig,
weil du ein Kaktus bist,
es kommt bestimmt ein Esel,
der gerne Kaktus frisst.
(M. Grunow)

Du kannst deine Träume nicht fristlos entlassen!
Du schuldest ihnen noch dein Leben!

Du musst dich zu sehr vielen Dingen,
willst du sie tun, geradzu zwingen!
Trotzdem wirkt das - was dir gelungen
oft zwingend leicht und ungezwungen.

Du willst, ich soll dir schreiben,
ins Album ein Gedicht
Verzeih, das ist unmöglich,
denn dichten kann ich nicht!
Und würd ich dir auch schreiben
das reizendste Sonett,
es ist nicht wie du selber
so freundlich und so nett.

Echtes ehren
Schlechtes wehren
Schweres üben
Schönes lieben.

Eifersucht ist die unnötige Besorgnis um etwas,
das man nur verlieren kann,
wenn es sich sowieso nicht lohnt, es zu halten.
(Karina Hoyer)

Ein Baum muss sein!
Die Tanne ist auch nicht mehr was sie war,
mehr fussigkariert ist heute ihr Haar.
Hatte sie früher ein grünes Kleid,
geht sie heute mit der Zeit.
Es ist nicht zu leugnen,
sie ist malad,
Experten stehen mit Spritzen parat.
Gott sei Dank gibt es Plastikbäume
und erfüllen alle Träume.
Sie sind ganz gut zu gebrauchen,
müssen sie nur in Lametta tauchen.
So ist vielleicht zu retten der Tann,
fangen wir endlich damit an!
(1988, Elvira Christina Westphal)

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit,
Ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
Ein bisschen mehr Wahrheit immerdar,
Und viel mehr Hilfe bei jeder Gefahr.
Ein bisschen mehr "Wir" und weniger "Ich",
Ein bisschen mehr Kraft, nicht so zimperlich
Und viel mehr Blumen während des Lebens,
Denn auf den Gräbern da sind sie vergebens.

Ein Bruder und eine Schwester,
nichts Schöneres kennt die Welt.
Kein Goldkettlein hält fester,
als eines am anderen hängt.

Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Wille.

Ein Flirt ohne tiefere Absicht
ist ungefähr so sinnvoll
wie ein Fahrplan ohne Eisenbahn.

Ein Frosch, der schwimmt nicht schlecht.
Noch besser schwimmt ein Hecht.
Doch springt der Frosch an Land,
dann liegt der Hecht im Sand.

Ein Gesicht ohne Sommersprossen
ist wie eine Wiese ohne Blumen.

Ein Häuschen aus Zucker, aus Zimt die Tür,
den Riegel aus Bratwurst, das wünsche ich dir.

Ein jeder Schmerz lässt sich verwinden eine jede tiefe Wunde heilt
nur eine Seele musst du finden die alle Sehnsucht mit dir teilt.

Ein Optimist weiß, wie schlecht die Welt sein kann,
ein Pessimist findet es jeden Morgen neu heraus.
(Peter Ustinov)

Eine Hand wäscht die andere,
beide Hände das Gesicht.
(Olaf H. Nitz)

Einer trank - er starb
Einer trank nicht - er starb auch.
Aber nicht gleichzeitig.
Denn der, der nicht trank, starb früher.
Weil der, der trank, ihn überfuhr.

Einmachrezept
Man nehme einen Sonnenstrahl,
garniert mit einer Mücke
und Flimmerstäubchen ohne Zahl
und teile sie in Stücke.
Diesselben würze man gar fein
mit einem Blatt der Rose
und rühre Sonnenluft hinein
zu einer warmen Soße.
Dann noch ein Eckchen Himmelblau,
den Hauch von Schwalbenschwingen,
mit einem Tröpfchen Morgentau
gemischt zum Wallen bringen.
Dies alles kann man, wenn man mag,
in bunte Gläser stecken,
um es für einen dunklen Tag
im Winter einzuwecken!

Einst sendete ich einen Engel zu dir,
dass er auf dich wacht.
Aber dann kam er wieder zurück und fragte:
"Warum soll ein Engel über einen Engel wachen?"

Erfolg ist so ziemlich das letzte, was einem vergeben wird.

Es gibt einen Ort, an dem Paradies und Hölle
sehr nahe beieinander liegen: die Familie.
(D. Haag)

Es gibt für jedes Problem eine Lösung.
Findest du sie nicht, findet sie dich.

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck!

Es ist alles nur geliehen
Hier auf dieser schönen Welt.
Es ist alles nur geliehen,
alles Reichtum, alles Geld.
Es ist alles nur geliehen
Jede Stunde voller Glück.
Musst du eines Tages gehen
Lässt du alles hier zurück.
Jeder hat nur das Bestreben
Etwas Besseres zu sein.
Schafft und rafft das ganze Leben,
doch was bringt es ihm schon ein.
Alle Güter dieser Erde
Die das Schicksal dir verehrt,
sind dir nur auf Zeit gegeben
und auf Dauer gar nichts wert.
Man sieht tausend schöne Dinge
Und man wünscht sich dies und das.
Nur was gut ist und was teuer
Macht dem Menschen heute Spaß.
Jeder will noch mehr besitzen
Keinem kann es etwas nützen
Es bleibt alles einmal hier.
Darum lebt doch euer Leben
Freut euch auf den nächsten Tag.
Wer weiß schon auf diesem Clobus
Was der Morgen bringen mag.
Freut euch auf die kleinen Dinge
Nicht nur auf Besitz und Geld.
Es ist alles nur geliehen
Hier auf dieser schönen Welt

Es ist besser, ein kleines Licht anzuzünden,
als auf die Finsternis zu schimpfen.

Es ist nicht wenig Zeit,
die wir haben,
sondern es ist viel Zeit,
die wir nicht nützen.
(Seneca)

Es ist schon spät, wohl 12 mag's sein,
viel Sterne steh'n da oben.
Der Mond scheint in mein Fenster rein,
ob er mich gar will loben?
Schon Stunden sitz ich im Büro,
es soll sich doch viel regen.
Es macht mir Spaß und Freude so,
mein Hirn noch zu bewegen.
Bald wird es ruhiger im Haupt,
das Alter kommt in schnellem Schritt.
auch wenn man es jetzt noch nicht glaubt,
schon geht es langsamer mit jedem Tritt.
Ja, es ist schon spät jetzt, auch im Leben,
ich leg mich hin nun, geh' zur Ruh.
Nach langer Arbeit Ruhe hegen,
mach ich die Augen endlich zu.
Doch ganz so schnell schlaf ich nicht ein,
noch vieles geht mir durch den Kopf.
Bevor mir fallen Träume ein,
die pack ich eben dann beim Schopf.
Viel tausendmal hab ich geträumt,
was in der Jugend ich erlebte.
Was ich dort alles hab' versäumt,
als durch den Krieg die Erde bebte.
So schwer auch diese Zeiten waren,
die über mich als Kind gekommen.
Der Herrgott half mir in den Jahren,
nachdem der Friede hat begonnen.
Noch kann ich es vor Dankbarkeit nicht fassen,
was mir mit meiner Familie ward geschenkt.
Was war, konnt' ich bald fallen lassen,
der Herrgott hat es so gelenkt.
Und nun genieß ich jeden Tag,
vielleicht auch Wochen noch und Jahre,
mit meinen Lieben, wie ich sag',
bis ich hin zu den Sternen fahre.
(Karl Zollfrank)

Es war einmal ein Wärter, der fegte irgendwo
vor einem Raubtierbecken in irgendeinem Zoo.
Es war einmal und ist nicht mehr
ein ausgestopfter Teddybär.
Er aß und aß Honigbrot
und als er starb, da war er tot.

Fest der Liebe
Weihnachten und Geschenke?
Wenn ich dran denke, wird mir ganz schlecht.
Ist das wirklich alles echt?
Einpacken, Auspacken, Staunen,
leises Raunen.
Kommt es von Herzen, ist nur Schein,
soll das wirklich alles sein?
Habt auch Liebe mitgebracht?
Daran haben wir nicht gedacht.
Aber wer weiß, vielleicht im nächsten Jahr.
Ja, das wäre wunderbar.
(Elvira Christina Westphal, Dezember 2006)

Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.
(Karl Valentin)

Fische kommen nur bei Hochwasser auf einen grünen Zweig.
(Jürgen Göbel)

Für die Welt bist du irgendjemand,
aber für irgendjemand bist du die ganze Welt.

Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen,
fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben.

Geld verdirbt den Charakter - vor allem, wenn man keins hat.
(Peter Ustinov)

Geliebter Baum
Wo bist du geliebter Baum ...
Dir konnt' ich alles anvertrau'n
Du kennst alle Geschichten aus meinem Leben,
du hast mir Zuversicht und Hoffnung gegeben.
Eine Zeit war ich weg, das Leben zu erfahren,
was geschah mit dir in all den Jahren ...
erstickt an der Menschen großer Sünden
muss man als Papier dich heut' entzünden.
Die Blätter verloren durch Gift den Saft,
Die Rinde für den zusammenhalt die Kraft,
Der Ast verlor die Lust zum Streben,
Der Stamm konnte kaum mehr die Arme heben ...
Die Wurzel verlor die Lust am Leben.
Wo bist du geliebter Baum ...
Wem soll ich nun alles anvertrau'n ...
(Christine Wolter)

Gleich werden wir wissen,
wie sich die Fische küssen.
Über Wasser tun sie's nicht,
und unter Wasser sieht man's nicht!

Globetrotter
Du kennst die Welt, bist weit gereist,
weißt auch, wie deine Heimat heißt?
Kennst Alpen, Schwarzwald, Heide nicht?
Was bist' bloß für ein armer Wicht!
Was deine Heimat dir kann geben,
findest nirgends, auch nicht in Theben!
(März 1999, Elvira Christina Westphal)

Greif nie in ein Wesepennest,
doch wenn du greifst, dann greife fest!

Hab ein Lied auf den Lippen,
verlier nie den Mut.

Hab' keine Zeit
So war es gestern, so ist's heut'
Enkelkinder bringen Freud.
Plätzchen backen, Nüsse knacken,
rosa Zimtstern mit drei Zacken.
Stollen probieren, Rezepte studieren,
die Päckchen sollen ein Schleifchen zieren.
Kinderaugen werden heller
und die Uhren gehen schneller.
Jetzt nur keine Zeit vertun,
hernach ist Zeit genug zum ruh'n.
Weihnachten mit großen Schritten,
kommt sehr schnell heran geritten.
Ausgesucht ist schon der Baum,
Christbaumschmuck ganz wie ein Traum.
Weihnachtslieder hell erklingen,
Omas große Freude bringen.
Bereit liegt schon das neue Kleid,
hab keine Zeit, hab keine Zeit!
(1988, Elvira Christina Westphal)

Hat dich wer dumm angemacht,
sei nicht gleich so aufgebracht.
Denk dir einfach froh und munter:
Rutsch mir doch den Buckel runter!!!

Heute ist Mittwoch, das ist der Tag,
an dem ich einen Spruch schreiben mag.

Heute sind die "guten Zeiten",
nach denen wir uns in 10 Jahren zurücksehnen.

Himmelspforte
Kommst du an die Himmelspforte,
nimm die leisen Worte,
deine Seele ohne Fleck,
kein Ballast im Gepäck!
(Elvira Christina Westphal)

Hinfallen ist nicht schlimm - aber Liegenbleiben.

Hobby
Ist dein Hobby für dich wichtig,
lass’ die Familie dein Hobby sein!
(© Elvira Christina Westphal, 2006)

Hoffe wenig, wirke viel.
Das ist der kürzeste Weg zum Ziel.

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gutgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht!

Hoffnung ist wie der Zucker im Kuchen.
Schon ein wenig davon kann alles versüßen.

Ich betrachte die Zukunft lieber als etwas, das noch nicht in Stein
gemeißelt ist.

Ich bin ein kleiner Spatz
und weiß nur einen Satz,
piep, piep, piep,
Ich hab dich lieb.

Ich bin nicht Goethe, ich bin nicht Schiller,
ich kann nicht dichten wie Erich Müller,
darum schreib ich einfach hin, dass ich Werner bin.
Ich hab mich hinten angewurzelt, dass niemand aus dem Album purzelt.

"Ich kann nicht"
sind drei Wörter,
die keinen Anfang zulassen!

Ich liebe meinen Nächsten wie mich selbst,
bedenke aber, es gibt Tage,
da kann ich mich nicht ausstehen.
(Klaus Caprano)

Ich sage Ja zu mir selber. Deshalb ist alles so einfach.

Ich schreibe dir auf das 16. Blatt,
weil ich dich am liebsten hab.

Ich soll dir etwas schreiben,
ins Büchlein ein Gedicht,
verzeih, es ist unmöglich,
denn dichten kann ich nicht.

Ich weiß kein Spruch
aber schreiben will ich dir.
Du bist recht lieb und auch ganz flott.

Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird.
Aber es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
(Georg Christoph Lichtenberg)

Ich will dir was ins Album, schreiben, doch ich weiß nicht was,
wir wollen immer gute Freunde bleiben, wie gefällt dir das?

Immer ist jetzt die beste Stunde.

Immer mehr Menschen legen ihre Gefühle in eine Tiefkühltruhe.
Ob sie glauben, da durch die Haltbarkeit zu verlängern?

Immer niedlich, immer heiter,
immer lieblich und so weiter,
stets natürlich, aber klug,
so, das däch't ich, wär genug.
(Irmgard Gnahs)

Immer wenn du denkst, es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her.

In der Ferne bin ich gerne,
doch daheim
sind meine Sterne
so nah und geheim.
(Andreas Pommerencke)

In dieses Buch muss ich hinein,
und sollt' es auch in der Quere sein.

In nur vier Zeilen was zu sagen
erscheint zwar leicht;
doch ist es schwer.
Man braucht nur mal nachzuschlagen:
die meisten Dichter brauchen mehr.

Ins Album soll ich dir schreiben ein Gedicht,
hgftzztffc,juhjknhj das kann ich nicht.

Ins Bett, ins Bett, wer ein Schätzlein hätt',
und wer kein Schätzlein hätt',
der muss auch ins Bett.

Ist dir in dunklen Tagen, das Herz voll Traurigkeit,
lass dir nur tröstlich sagen: Die Welt ist hell und weit.

Jeder sieht, was du scheinst,
aber nur wenige fühlen, was du bist.

Kannst du nicht allen Sonne sein, so sei doch vielen ein Sternlein.

Kläre kläre,
wenn was wäre.
Wäre was,
kläre das.

Lass' dich nie auf einen Ringkampf mit Schweinen ein -
Ihr werdet beide drecking und dem Schwein gefällt das!

Mädchen fressen alles in sich rein,
aber muss das immer so sein?
Können nicht auch Mädchen etwas sagen
Und sich großes Leid ersparen.
Offene Ohren gibt es genug
Und reden tut der Seele gut.
Auf dass keine Träne mehr vergossen wird
Und man ihr wunderschönes Lächeln sieht.
(Hofer Hannes)

Männer und Pferde,
beide sind teuer,
doch wähle die Pferde,
denn sie sind treuer!

Maler sind Überzeugungstäter, die keinen sehnlicheren Wunsch haben
als gehängt zu werden.
(Werner Fink, deutscher Kabarettist)

Man spricht so oft von einem "schlechten Gewissen".
Das ist verkehrt, denn das Gewissen ist
das ewig Gute im Menschen.
Verloren ist nur der, dem kein
Gewissen mehr schlägt.

Man sollte zunächst einmal den ersten Schritt überhaupt machen,
bevor die Angst vor dem zweiten den ersten verhindert.
(Oliver Mally)

Manchem, der einen Schritt zurücktritt,
um sich selber zu betrachten,
geht es wie dem Plakatmaler auf dem Sims
eines Wolkenkratzers, der dasselbe tat,
um sein Werk zu begutachten:
Er fiel aus allen Wolken

Mein Geist will heut nicht schlafen,
nicht eingesperret sein,
er sagt in meinen Mauern fühlt er sich ganz
allein.
Mein Geist will noch nicht schlafen, obwohl
ich müde bin.
Er sagt er schmeißt die Arbeit
des Sklaven einfach hin.
Mein Geist will heut nicht schlafen er
schwingt sich hoch hinaus.
Ich sehe ihn von mir ziehen hoch über jedes
Haus.
Er fliegt durch Zeit und Räume
und niemand kann holen ihn ein
er reist durch deine Träume
lässt Du ihn bei dir ein.
Mein Geist will heut nicht schlafen
und ich jetzt auch nicht mehr
ich würde ihm gerne folgen
doch das ist viel zu schwer.
(Monika Hackfort)

Mein Heimatland
Ich sah des Himmels Pracht,
ob bei Tage oder Nacht,
Ich sah Wiesen bedeckt mit kräftig grünem Gras,
die Blumen zahlreich in ihren Farben emporblühend
und ihr Duft verwöhnend um mich schwebte.
Ich sah das Gold der Felder,
sich in den warmen Strahlen der Sonne hin und her bewegen,
wie Wellen im Meer und ich mittendrin,
aber ich ertrank nicht,
Hier atmete ich tiefer als je zuvor.
Ich spürte den Hauch einer Brise,
leicht meine Haut in der Hitze kühlend.
Ich hörte einen Vogel, der sein Lied von der Freiheit sang,
kurz in der Luft verweilend er seinen Blick zum Boden fand,
um mir zu zeigen, auf welchem Boden ich doch stand.
Ich sah die Erde, die schon so vielen so viel gab,
nährend mit ihren Früchten und schützend mit ihrem Grab.
Irgendwann werden hier auch andere stehen,
und ich hoffe sie erkennen die Schönheit, wie ich sie erkannte,
in dem Land wo ich mein Leben fand,
in dem Land, dass ich meine Heimat nannt.
(Lukas S.Jeremy)

Mit dem Hut in der Hand kommst du durchs ganze Land.

Mit einem Sparbuch ist es wie mit einem Gemälde,
man kann es ansehen und die Erben freuen sich.
(Elvira Christina Westphal, 3/2007)

Mit einer Frau gefahrlos zusammenzuleben ist schwieriger,
als Tote wieder zum Leben zu erwecken.
(Walter Map, 12 Jh.)

Mögen die Wünsche, die in diesem Album stehen, alle in Erfüllung
gehen.

Musik allein ist die Weltsprache
und braucht nicht übersetzt zu werden;
da spricht Seele zu Seele
(Berthold Auerbach)

Muss schon übertrieben werden,
dann in der Milde. Keine Erde ist so dürr,
dass sie nicht durch Güte fruchtbar werde.

Neid ensteht dadurch, dass man zu sehr
auf andere achtet als auf sich selbst.
(G. Paquet)

Nichts ist notwendiger als das Überflüssige.
(aus dem Film: Das Leben ist schön)

Nur die Sache ist verloren,
die man aufgibt.
(Heinrich Friedrich Karl Reichsherr vom und zum Stein)

Nur wer an sich und seine Träume glaubt,
wird das unmöglich Geglaubte möglich machen.
(Thomas Wiele)

Ohne Ziel ist auch der Weg egal.
(Marius Sacha)

Pessimismus vernichtet oft Waffen, die man braucht, um ihn zu besiegen.

Phantasie
Am Fuß des Berges stehe ich,
hinauf ich schau, da seh ich nichts.
Das Ziel man jetzt nicht sehen kann,
vielleicht kommts noch, wir sehen dann.
Der Gipfel erst einmal mit Krampf erklommen,
ie Hoffnung ist da, das Ziel wird kommen.
Oben am Gipfel – der falsche Schritt,
hinunter geht’s mit einem Tritt.
Eine Leistung soll man erst erbringen,
wenn einem soll ein Wunsch gesinnen.
Ach was soll’s, ich seh’s ja dann
und fang halt wieder von unten an.
Das Ziel, das seh ich nicht vor Augen,
was soll ich jetzt denn wirklich glauben?
Kann sein, dass ich das Ziel seh nie,
aber zum Glück hab ich die Phantasie.

Phantasie haben heißt nicht,
sich etwas auszudenken.
Es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.
(Thomas Mann)

Pumpernickels Hänschen saß am Ofen und schlief.
Da brannten seine Höschen an, potztausend, wie er lief!

Regenbogen
Am Horizont ein Regenbogen
ist über unser Haus gezogen,
in allen Farben der Natur;
wir schauen auf die Sonnenuhr.
Das Schauspiel ist sehr schnell vorbei,
das Ende für den Regen sei.
Die Sonne hat ihn hergebracht,
die jetzt vom Himmel strahlt und lacht.
(Elvira Christina Westphal)

Sag "ja" zu den Dingen,
die an dich gestellt,
dann wird’s dir gelingen
die Dinge zu zwingen
und schön wird die Welt.

Schenken
Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten
die Gaben wiegen,
sei dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk
du selber bist.
(Joachim Ringelnatz)

Schon seit Ewigzeiten leuchten Sterne,
senden Grüße aus der Ferne.
Wir wollen nach den Sternen greifen
und können es doch nicht begreifen
diese große Überzahl,
im weiten, fernen Weltenall.
Und fragen unsern Nachbarn Mond,
wer denn wohl da oben wohnt?
Gehen ihn besuchen,
können Reisen buchen.
Und doch, es bleibt ein Fragezeichen,
wem können wir die Hände reichen?
(Elvira Christina Westphal)
Schwalben
Ach, du liebes Schwalbenpaar,
verwahr' dein Nest bis nächstes Jahr.
Wirst immer unser Nachbar sein,
im Erkerstübchen, klein und fein.
(Elvira Christina Westphal, Sept.2004)

Schwalbenschule
Erste Schwalben ziehen heimwärts,
riechen schon das alte Nest.
Der Sommer wird nicht lange warten,
die Familie rückt zusammen fest.
Schwalbenkinder lernen fliegen
und den Weg nach Afrika.
Werden groß für diese Reise,
kehren zurück im nächsten Jahr.
(© Elvira Christina Westphal, 2005)

Schlägt dir die Hoffnung fehl,
nie fehle dir das Hoffen,
ein Tor ist zugetan,
doch tausend sind noch offen.

Schon ein kleines Lied kann viel Dunkelheit erhellen.

Schraub die Erwartung nie zu hoch,
dann fällt die Enttäuschung nie zu tief.

Sei ruhig inmitten von Lärm und Hast und bedenke,
welch ein Segen in der Stille liegen kann.
(Andreas Pommerencke)

Sei wie die Dattelpalme,
die dir Früchte schenkt,
wenn du sie mit Steinen wirfst.

Shalom, Mir, Paz, Paix, Pace und Peace,
Frieden für die Welt!
Viele Sprachen, ein Wunsch:
Selten sind wir uns so einig!
(Pablo Arcacia-Abad)

So ist nun mal der Erde Lauf,
heute unten, morgen obenauf.

"So, Johann, jetzt bist du nicht mehr der intelligenteste bei uns
im Vorstand."
"Ich weiß, aber auch nicht mehr der Hässlichste."

So vor ein Gästebuch gezerrt,
gibt's Ärger und Verdruss.
Das ist, wie auf den Klo gesperrt,
auch wenn man gar nicht muss.

Sonnenschein wirkt köstlich, Regen erfrischend,
Wind aufrüttelnd, Schnee erheiternd,
Wo bleibt das schlechte Wetter? -

Stammhalter
Monate, Wochen, Tage, warten endlos,
wann kommt denn dieser Bengel bloß?
Väterchen Frost hielt den Atem an,
als Marvin seinen Schrei getan.
Frostige Kälte ist vorbei,
Schneeflocken tanzen Ringelrei'.
Fortan auf dieser Welt,
Marvin-Vincent mit uns zählt.
(Elvira Christina Westphal, 5.2.1997)

Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen,
sollten wir lieber dankbar sein,
dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.

Steh nicht immer auf!
Sonst nimmt dir noch jemand deinen Platz weg,
und dann sitzt du da!

Süße Traube, hochverehrtes Trampeltier,
nur wegen dir muss ich schreiben dieses hier,
Tinte werde ich verschwenden,
um dir dieses hier zu senden.
Schick mir ein Bild von dir,
ich häng's an die Kellertür,
damit die Ratten es gleich seh'n,
und nicht an die Kartoffeln geh'n.
Dieses schrieb dir aus naher Ferne,
deine alte Blechlaterne.

Telefonitis ist eine teure Krankheit.
(Heiner Brand)

Träume verleihen uns die Kraft,
dort weiter zu machen, wo die Hoffnung
längst aufgegeben hat.

Traummann
Ich suchte einen Traummann -
doch dann kam er, der Bär.
Was fang ich bloß mit dem an
und wie kommt der hierher?
Ich könnte ihn verzaubern,
in einen jungen Mann.
Ob er mich dann noch haben will?
So fangen Träume an!
(© Elvira Christina Westphal, Jan. 2009)

Trudele durch die Welt, sie ist so schön,
gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.
(Kurt Tucholsky)

Über ein und dieselbe Sache denkt man am Morgen nicht
das Gleiche wie am Abend.

Überlass es der Zeit
Erscheint dir etwas unerhört,
bist du tiefsten Herzens empört,
bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
berühr es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
am zweiten Tag lässt du dein Schweigen schon gelten,
am dritten Tag hast du es überwunden.
Alles ist wichtig nur auf Stunden.
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
(Theodor Fontane)

Umweltschutz
Bitte lärm nicht kreuz und quer
auf und ab im Wald umher!
Wozu gibt es sichere Wege?
Denk ans Wild und seine Hege!
Zugleich bitte ich ums Eine,
häng dein Hündchen an die Leine!
Furchtbar ist des Feuers Macht,
darum gib aufs Zündholz acht!
Speisereste, Glas, Papier, bitte
lass das doch nicht hier!
Zu Natur- und Umweltschutz
passt kein Abfall und kein Schmutz.
Danke!

Umzug
Endlich geschafft, das neue Heim –
lassen nur noch Glück herein!
Arbeit passé und Ärger vorbei,
vor allem die ganze Plackerei.
Es gibt jetzt nur noch Sonnentage
und ausnahmsweise Feiertage.
Machen Museen zu unserm Heim,
wir dürfen einfach glücklich sein.
Paris heißt jetzt das Domizil,
gehen ins Theater viel,
treffen Renoir und Picasso,
Manet und Monet sowieso.
Und die großen Literaten,
müssen nicht lange auf uns warten.
Zur Abwechslung mal in die Berge,
Pflichten liegen in weiter Ferne.
Seele baumeln lassen ist die Parole,
alles nur zu unserem Wohle.
Ab und zu ein Blick zurück,
wenig stört das neue Glück.
Ruhestand ist wundervoll,
Rentnerleben einfach toll!
(Elvira Christina Westphal)

Unsere Katze
Gestern wollt’ ich mit meiner Schwester Ballons aufpusten,
dann musste ich husten.
Der Ballon flog in die Luft
und machte Puff.
Wir fingen an zu lachen
und wollten weitermachen,
doch dann kam unsere Katze
mit ihrer großen Tatze,
sie setze an zum Sprung
und alle machten Bumm!
(© Elvira Christina Westphal, 2006)

Unsere Stadt
Kennst du sie wieder, unsere Stadt,
die sich so verändert hat?
manches ist wie neugeboren,
Altes ist schon längst verloren.
Wie so schnell die Zeit vergeht,
wenn man auf dem Marktplatz steht.
Irr' ich oder irr' ich nicht,
kenn ich denn nicht dies Gesicht?
Ach, ich weiß nicht mehr den Namen,
sind zu viele von den Damen.
Oder dieser Herr dahinter,
war das nicht vielleicht Herr Winter?
Wünsch' ein schönes Weihnachtsfest,
ein gutes Neujahr nicht vergess!
(1988, Elvira Christina Westphal)

Unsere Zeit vergeht geschwind.
Nimm die Stunden, wie sie sind.
Sind sie böse, so lass sie vorüber,
sind sie gut, so freu dich darüber.

Verachte nicht mich und das meine,
Betrachte erst dich und das deine,
und wenn du ohne Fehler findest dich,
dann komm und verachte mich.

Vergangenheit ist Geschichte,
Zukunft ist Geheimnis,
aber jeder Augenblick mit dir ist ein Geschenk.

Vergesse nie die Heimat wo deine Wiege stand
Du findest in der Ferne kein zweites Heimatland.

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können,
wenn man genau weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.
(Karina Hoyer)

Vielleicht hast du morgen ein Königreich,
vielleicht und vielleicht auch nicht.
Und wenn du es nicht hast, dann weine nicht gleich,
du hast ja dieses Gedicht.
(Franz Wittkamp)

Vier Dinge kommen nicht zurück:
das gesprochene Wort,
der abgeschossene Pfeil,
das vergangene Leben,
und die versäumte Gelegenheit.

Vor der Arbeit kann man sich drücken, aber den Urlaub muss man nehmen.

Vorm Beginnen sich besinnen macht gewinnen.

Vorurteile sind die Stützen der Zivilisation.
(André Gide)

Was du in dir nährst, das wächst.
(Peter Maußner)

Was du weggibst, ist dein,
was du behältst, geht dir verloren.

Was gestern deine Leber war,
ist heute eine Minibar!

Was gestern war, vergiss es. Was heute ist, genieß es,
Was morgen wird, erwart es.

Was ruft eine Leseratte?
Ich brauch Bücher, ich brauch Bücher!
was ruft eine Wasserratte?
Ich brauch Tücher, ich brauch Tücher!
(Heiner Brand)

Was soll ich schreiben,
ein langes Gedicht?
Ich schreibe ganz einfach:
"Vergiss mich nicht!"

Was vergangen, kehrt nicht wieder,
aber ging es leuchtend nieder,
leuchtet's lange noch zurück.
Wechselnde Pfade, Schatten und Licht,
alles ist Gnade, fürchte dich nicht!
Wende dein Gesicht immer der Sonne zu,
dann fallen die Schatten hinter dich.

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
ist nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt.
Und wenn wir das, was in uns liegt,
nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.
(Henry David Thoreau)

Was wir heute tun, entscheidet,
wie die Welt morgen aussieht.

Wenn alle erste Violine spielen wollten,
würden wir nie ein Orchester zusammen bekommen.

Wenn dein großer Bruder dich schalt
und dich erziehen wollte,
warst du bös' ihm sicherlich,
meintest, dass er nett sein sollte.

Wenn dich böse Buben locken,
geh nach Haus und stopf die Socken.

Wenn dir egal ist, wo du bist,
dann kannst du dich nicht verlaufen!

Wenn du etwas für unmöglich hältst, so wird deine Zaghaftigkeit
es unmöglich machen; aber derjenige, der beharret,
wird alle Schwierigkeiten überwinden.

Wenn du etwas wagst,
kannst du etwas verlieren.
Wenn du nichts wagst, wirst
du bestimmt etwas verlieren.
Das größte Risiko ist es, nichts zu tun.
(Robert Goizueta)

Wenn du in den Himmel schaust,
und dir dort ein Sternchen klaust,
dann drück es fest uns denk an mich,
denn dieses Sternchen, das bin ICH!

Wenn du in der Fremde bist,
weißt du erst, wie schön die Heimat ist.

Wenn ich singe, so werde ich frei;
wenn ich Musik höre, hebe ich ab.

Wenn über eine dumme Sache endlich Gras gewachsen ist, kommt sicher
ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrisst.

Wenns Ärschla brummt is´ Herzla gsund!

Wer alle Brücken abbricht, muss schwimmen können.

Wer anderen eine Goldgrube gräbt, fällt doch nicht hinein.
(Christoph Platen)

Wer im Dunkel sitzt, zündet sich einen Traum an.
(Nelly Sachs)

Wer jeden Tag nur Kuchen isst
und Keks und Schokolade,
der weiß ja nicht,
wann Sonntag ist,
und das ist wirklich schade.

Wer nicht losgeht, kann nicht ankommen.
(Hans Hilchenbach)

Wer Schmetterlinge fliegen hört,
der weiß, wie Wolken schmecken.

Wer sich zu Hunden legt,
steht mit Flöhen wieder auf.
(Jürgen Göbel)

Wer Umwege geht, wird ortskundig.

Wer versucht andere zu kontrollieren,
ist selber schon außer Kontrolle geraten.
(G.Paquet)

Werde was du noch nicht bist, bleibe was du jetzt schon bist,
in diesem Bleiben und diesem Werden liegt alles Schöne hier
auf Erden.Zwei Knaben gingen einst am Nil,
den ersten fraß ein Krokodil;
als es den zweiten angeguckt,
hat es den ersten ausgespuckt.

Wilde Indianer sind entweder auf dem Kriegspfad
oder rauchen die Friedenspfeife,
Geschwister können beides auf einmal.
(Kurt Tucholsky)

Willst du gelten in dieser Welt,
dann tue das, was dir gefällt.

Wo immer Liebe, Geist und Tat eine Verbindung eingehen,
da rücken Ideale in greifbare Nähe.

Zeit, die einmal vergangen,
der Mensch holt nie wieder sie zurück.
Ob es ein Fest ist, eine Feier,
ob es Schmerz war oder Glück.
Er plant für später oder morgen,
doch weiß er, ob er dann noch ist?
Drum Mensch bedenke eines immer
dass du das Heute nicht vergisst!

Zivilisiert ist, wer weiß, dass
man nicht mit den Fingern isst;
Kultiviert ist, wer weiß,
warum man es nicht tut.

Zu fällen einen schönen Baum,
braucht es eine halbe Stunde kaum.
Doch, bedenk es, bis man ihn bewundert,
braucht es ein halbes Jahrhundert.

Zufriedenheit
Im Sommer suchen wir Schatten, er kühlt.
Im Winter suchen wir Sonne, sie wärmt.
Zufrieden sind wir nie!
(Elvira Christina Westphal)

Zukunft
Das neue Jahr hat begonnen
die Zeit ist vielleicht zerronnen
Also machen wir das Beste daraus
und ich lad` ein zu einem Schmaus
Nur sehr klein
ich hoffe, Sie schau'n bei mir herein
Dann gibt es was zu futtern
nicht ganz so wie bei "Muttern"
aber allein die Geselligkeit in unserer Runde
wir schauen auch nicht auf die Pfunde
läßt das neue Jahr gut beginnen
und wir lassen einfach die Zeit hinter uns zerrinnen
Auf ein Neues
ohne Reue
gehen wir in die Zukunft
mal mit Vernuft
mal mit Verstand
mal am Verzweiflungsrand
mal mit Herzblut
und dann wird schon alles gut!
Zukunft!

Zwei schlichte Worte sind's,
Das Ja und das Nein.
Doch so schwer, so ernst und so tief,
Als ob das Schicksal in ihnen schlief.
Drum sei dir bewusst,
Eh du eines aussprichst,
Ob du in bitterer Pein,
Ob du in jubelnder Freude,
Was das Ja mühsam vollbracht,
Zerbrach schnell oft das Nein.

Zwei Trichter wandeln durch die Nacht
durch ihres Rumpfs verengten Schacht
fließt weißes Mondlicht still und heiter
auf ihren Weg usw.

Zwischen uns liegen Welten,
denn du denkst immer an dich
und ich denk immer an mich.
(Jürgen Göbel)
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